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Pipe Dream Reality - cause only fiction has to make sense


31. Juli 2009

Gähnende Leere

Eine leere Wand Gähnende Leere gibt es an einer Wand zu erspähen. Einer Wand meiner Wohnung. Irgendwas muss dahin. Ein Poster? Ein Bild? Es soll aber etwas aussagen, es soll zu mir passen. Es soll zu meiner Wohnung passen. Es soll auch zu meiner Wand passen. Fällt euch was ein? Inspirationen gibt es unter anderem auch hier: http://www.allposters.de/.

Gospel Fieber

Nach der ganzen Aufregung und dem Abgelenktsein der letzten Monate (siehe http://masterdecoy.itg-em.de/wordpress/the-story-of-my-life/) hatte ich gestern mal wieder so richtig Spass beim Singen, habe das Gospel-Fieber gespürt.

Ich halte mich nicht für besonders gläubig, aber manchmal dringen die Texte dennoch zu mir durch. Fast so, wie wenn man etwas ständig sagt, und dann irgendwann selbst glaubt.

Wer sich für den Chor interessiert, kann ja hier mal vorbeisurfen: http://www.freiburg-gospel-choir.de/

29. Juli 2009

TSOML – Kapitel 4: Wiedersehen und Abschied

Montags darauf trafen wir uns. Endlich, nach sechs Wochen, konnte ich sie wieder sehen. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Es war eine etwas bedrückende Stimmung. Ich wusste nicht, ob sie nun immer noch Zeit brauchte, wie sie anfangs sagte, oder so kurz nach der Trennung schon bereit war für eine Beziehung. Genaugenommen dauerte die Trennung sechs Wochen, von daher konnte man nicht gut von ‘kurz nach der Trennung’ sprechen.

Am Ende des Abends küsste sie mich jedoch. Ich war glücklich. Ich dachte, die sechs Wochen des Bangens und Leidens wären zu Ende, und hätten sich allemal gelohnt. Ich ahnte nicht, wie sehr ich mich irrte. Im Verlauf der nächsten zwei Wochen, die wir zusammen verbrachten, ging alles den falschen Weg.

Nach kurzer Zeit schon erfuhr ich, dass wir uns in der Öffentlichkeit nicht küssen würden, da ihr (Ex-?)freund nichts von dieser Sache wüsste, und sie es ihm gerne selbst sagen würde, bevor er es über Ecken erfährt. Ich bin mir nicht sicher, ob er bis heute, mehr als drei Monate später, davon erfahren hat.

Ich willigte etwas widerwillig ein, aber konnte doch verstehen, dass es schwierig für sie war. Im Nachhinein ist mir bewusst, dass genau das der Abbruchpunkt war. Wie bei einer Aktie gibt es bei einer solchen Beziehungsgeschichte einen Ausstiegspunkt, der optimal ist, um mit dem größtmöglichen Gewinn oder dem geringstmöglichen Verlust aus so einer Sache rauszukommen. Leider, genau wie bei der Aktie, kann man diesen Punkt erst im Rückblick sicher kennen, und braucht intuitive und schätzende Verfahren, um den Punkt während der Laufzeit möglichst genau zu bestimmen. Es wäre der Punkt gewesen, bei dem ich die Sache noch mit Gewinn hätte beenden können.

Ich tat es aber nicht, dachte ich doch, es wäre der Preis, den ich für die schwierige Situation bezahlen müsste, von der ich dachte, ich hätte sie mit meiner Liebeserklärung geschaffen. So gingen die Tage ins Land, sie setzte einen Termin. Am Wochenende, dem Ende der zwei Wochen, die ihre Zeit in der gemeinsamen Wohnung waren, würden sie die Aufteilung der Möbel besprechen, und sie würde ihm mitteilen, wie es um uns stünde.

Am Samstag jedoch erfuhr ich, dass sie es ihm nicht sagen könne. Er sei zu verletzt, und würde es nicht verkraften. Ich verstand sie nicht. Machte sie es besser, wenn sie es ihm später sagte, wenn er die Trennung verwunden hatte? Oder wenn er es anders erfuhr. Oder war das nur eine lahme Begründung dafür, dass sie es nicht wollte?

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ja noch nicht, wofür dieses ‘ich kann es ihm nicht sagen’ der Vorläufer war. Bereits am Montag, nach einem Treffen, das schon fast Agentenfilmcharakter hatte (hol mich an einem Bahnhof deiner Wahl ab, und wir fahren weg!?), offenbarte sie mir, dass sie ihrem (Ex-?)freund noch eine Chance geben wollte.

Ich war schockiert: Das widersprach krass den letzten zwei Wochen, und allem, was sie über ihre Gefühle gesagt hatte. Ob ich das verstehen könnte? Allerdings nicht. Sie versicherte mir mehrfach, dass sie gerne eine Beziehung mit mir hätte, und sich auch nicht erhoffte, dass ihre alte Beziehung noch ernsthafte Chancen hatte, sie es aber trotzdem probieren müsste.

Dies war der Abbruchpunkt, um mit Verlust, aber dem geringstmöglichen, aus der Sache rauszukommen. Was sie tat, war in meinen Augen schlicht falsch. Ich sagte ihr ganz klar, dass ich nicht einverstanden war, und wir beließen es dabei.

Am Dienstagmorgen, früh, ein Anruf per Handy: Es ginge nicht anders, sie müsse ihm noch eine Chance geben. Wir könnten uns nicht wiedersehen. Er dürfe außerdem nicht erfahren, was in den letzten zwei Wochen passierte. Sie vertraue mir diesbezüglich. Sie würde wieder mit ihrem (Ex-?)Freund zusammenwohnen. Ich war erneut schockiert, und konnte es nicht glauben. Ich versuchte, den Abbruchpunkt zu nutzen, und sagte ihr Lebewohl. Schon wieder.

25. Juli 2009

Karma

Am Mittwoch wurde ich geblitzt. Am Donnerstag habe ich eine Rechnung von 1&1 über zusätzliche 60 EUR bekommen. Am Freitag hatte ich ein Parkticket und habe außerdem eine Kontaktlinse verloren.

Dabei kommt mir der Begriff Karma in den Sinn. Gemeinhin so verwendet, dass einem, wenn man schlechtes tut, auch schlechtes wiederfährt. Was habe ich also schlimmes getan, was zu diesen Ereignissen führt?

Karma kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Rad. Das Rad steht dabei symbolisch für den Ausgleich. Jede Aktion erzeugt laut diesem Prinzip eine bestimmte Energie, positiv oder negativ, und diese Energie kehrt zum Erzeuger zurück.

Dabei ist keine höhere Macht am Werk. Es scheint lediglich wie einfache Mathematik. Wer schlechtes tut, muss auch gutes tun, um das auszugleichen. Schafft man das im eigenen Leben nicht, wird man eben wiedergeboren.

Doch es geht ja darum, diesen Zyklus der Wiedergeburt zu durchbrechen. Das gelingt nur, indem man sein Karma ausgleicht. Denn auch mit positiven Karma hat man sozusagen was übrig, und wird wiedergeboren, bis man auch das ausgeglichen hat.

Wenn man also dem Karma-Prinzip glauben schenken will, müsste ich dringend mal wieder was gutes tun, damit ich nicht als Insekt wiedergeboren werde.

23. Juli 2009

1&1 – ich zweifle so langsam

Nachdem ich ja letztens davon berichtete, dass ich den Techniker wegschicken musste, weil ich keinen Kellerschlüssel hatte, habe ich nun nach wenigen Tagen des Versuchens meine Vermieterin erreicht. Diese erklärte mir kurzerhand: Den Schlüssel habe ich hier (sie wohnt etwas entfernt von meiner Wohnung), schrauben Sie einfach das Schloss ab.

Hmm, hätte ich das mal gleich gemacht, dachte ich. Aber so habe ich jetzt die Erlaubnis, und einen neuen Schaltungstermin. Verloren sind also nur zwei Wochen.

Wieder ein Irrtum. Heute finde ich eine Rechnung von 1&1 in meinem Briefkasten: “Jedoch hat der Techniker Sie weder zum vereinbarten Termin am 16.07. angetroffen, noch wurde der Termin rechtzeitig abgesagt.” Öh ja, ich war aber da und hab mit ihm gesprochen, oder habe ich das nur geträumt?

“Wie bereits angekündigt, stellen wir Ihnen daher den erfolglosen Technikerbesuch mit 59,95 EUR in Rechnung”. Öh ok. Weder hat mir irgendwer gesagt, dass die Kellerzugang brauchen, noch wurde mir irgendeine Rechnung angekündigt.

Also direkt mal bei der Hotline angerufen. Leider ist schlechtes Wetter draussen, das heißt, die ersten 14 ct gehen für “Es liegen Synchronisationsstörungen auf Grund des Unwetters vor. DLS Modem bitte für 2-3 Minuten ausstecken”. Dann meine Kundennummer, Produkt DSL, Fragen zur Schaltung, sonstige Fragen, 2 Minuten durch die Maschine navigiert.

Die Frau am anderen Ende sagt mir dann, dass das für gewöhnlich das Vorgehen ist. Ich erwidere, dass ich nicht informiert worden bin, dass Kellerzugang benötigt wird. Sie stellt fest, dass tatsächlich nur eine SMS mit dem Termin rausging, und bitte mich, das ganze schriftlich oder per Email einzureichen, da über einen Anruf da nichts zu machen sei.

Das hab ich jetzt auch gemacht, mal sehen ob es was bringt. Auch wenn man natürlich unterstellen kann, dass ich daran nicht ganz unschuldig bin, finde ich die Informations- und Auftragsabwicklungspolitik von 1&1 nicht mehr sehr berauschend. Mal sehen, wie das noch weitergeht.

22. Juli 2009

TSOML – Kapitel 3: Trennung

Am Abend rief sie mich an. Das Lebewohl hätte sie sehr getroffen. Sie wollte mir nicht sagen, dass das mit uns nichts wird. Sie wüsste nicht, wie sie sich in ihrer Situation verhalten sollte, und versuchte nur, ihr Leben so weiterzuleben, wie es war. Niemand sollte etwas davon erfahren, was gerade los war.

Ich fragte sie, ob sie erwarte, dass ich um sie kämpfe, oder ob ich sie in Ruhe lassen solle. Sie sagte, diese schwere Entscheidung müsste sie alleine treffen. Ich könnte sie aber jederzeit anrufen, oder ihr schreiben. Ich beließ es dabei. Was konnte ich schon tun.

In den kommenden Tagen fingen wir an, SMS und Telefongespräche auszutauschen, auch die ein oder andere Internetnachricht. Sie vermittelte mir nach und nach den Eindruck, dass sie sich für eine Beziehung für mich entschieden hatte.

Dennoch erschien sie handlungsunfähig und inkonsequent. Sie schob vor, dass sie ja eine Kündigungsfrist der gemeinsamen Wohnung mit ihrem Freund hätte, dass sie ihren Tanzkurs mit ihm zu Ende machen müsste.

Einerseits machte sie schon jetzt den Eindruck, am liebsten mit mir zusammen sein zu wollen. Auf der anderen Seite schien ihre Angst vor der Veränderung einfach größer zu sein. Ich dachte, sie bräuchte einfach etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten.

In den folgenden Wochen telefonierten wir weiterhin ungezwungen. Wir schrieben uns Nachrichten. Es stellte sich bei mir allerdings kein schlechtes Gewissen ein. Schließlich war ich absolut offen mit ihr, bevor ich irgendwas anderes gemacht habe, und wenn sie auch so offen mit ihrem Freund war, wie sie behauptete, so war die Situation zwar völlig unerklärlich, sorgte aber nicht für ein schlechtes Gewissen.

In dieser Zeitspanne von anderthalb Monaten wechselte meine Gefühlslage schleichend von der Unsicherheit, ob sie sich für mich entscheiden würde, zu der Unsicherheit, warum sie ihre Entscheidung nicht konkret umsetzen konnte. War sie sich über ihre Gefühle nicht so sicher, wie sie behauptete? Was hielt sie fest?

Die Sache war umso schwerer zu verarbeiten, da sie mich gebeten hatte, niemandem davon zu erzählen. Ich weiß heute selbst nicht mehr, wieso ich das so lange für mich behalten habe. Hinter so einer Geheimnistuerei über längere Zeit steckt nie etwas Gutes. Schliesslich waren wir in keiner Fernsehsoap. Oder doch?

Sechs Wochen nach Beginn der ganzen Sache trennte sie sich von ihrem Freund. Der Zeitpunkt kam denkbar gelegen: Die Semesterferien waren zu Ende, und sie würden wieder in die gemeinsame Wohnung ziehen. Dadurch bestand akuter Handlungsbedarf. Es gibt also doch günstige Zeitpunkte.

Sie teilte es mir am Telefon mit. Sie erwartete wohl etwas mehr Begeisterung über die Tatsache von mir, aber ich war noch immer verwirrt darüber, wie sie dafür so lange brauchen konnte. Vielleicht konnte ich es auch nicht ganz glauben.

Die Trennung sollte allerdings vorerst geheim bleiben, und nur wenige Personen sollten davon erfahren. Das verstand ich wiederum nicht. Viele Elemente dieser Geschichte waren und blieben für mich unverständlich. Auch hierauf konnte ich mir keinen Reim machen. Hatten sie sich wirklich getrennt?

Sie vereinbarte mit ihrem (Ex-?)freund, dass sie die Wohnung abwechselnd im Zweiwochenrhythmus benutzen würden, der andere würde jeweils vom Heimatwohnort pendeln, bis eine andere Lösung bzw. Wohnung gefunden wäre. Sie war zuerst dran.

Blog-Parade: Der Kaffee am Morgen

Durch einen Link zu Robertos Blogparade bin ich das erste mal darauf aufmerksam geworden, was eine Blogparade ist. Die Idee, damit Blogs untereinander zu vernetzen, finde ich ja großartig. Da ich außerdem ein großer Kaffee-Fan bin (aktuell allerdings eher ein Banause!), dachte ich, ich probiere das mal aus.

Allerdings trinke ich im Moment fast ausschließlich Instant-Cappucino. Ich kann selbst nicht so genau sagen warum, und mittlerweile ist die Pulver-Dosis so hoch, dass man es fast als Mahlzeit bezeichnen muss. Los geht’s mit Robertos fragen:

1. Kochst du morgens bewusst Kaffee oder weil es einfach dazu gehört?

Momentan ist es eher die Gewohnheit. Vor allem wenn man viel Zeit am Rechner verbringt, ist eine Tasse Kaffee immer etwas, an dem man sich gut festhalten kann, während Lade-, Warte- oder Uploadzeiten einen Schluck nehmen kann.

2. Kochst du normal in der Kaffeemaschine oder zum Beispiel mit einer French Press?

Wie schon oben erwähnt, trinke ich zur Zeit nur Instant Cappucino. Wasserkocher an, Pulver in die Tasse, aufgießen, fertig.

3. Marken-Kaffee oder No-Name vom Discounter?

No-Name von Aldi ist aktuell mein Favorit. Dadurch, dass es wirklich nur Gewohnheit ist, reflektiere ich gar nicht mehr darüber, was ich da eigentlich trinke.

4. Hast du eine Lieblingstasse? Wenn ja, würd ich gern ein Photo von ihr sehen

Lieblingstasse

5. Milch, Zucker oder Schwarz?

Alles, was man braucht, ist schon im Pulver drin, vielleicht etwas zu viel. Ich freue mich immer, wenn ich bei Freunden einen guten schwarzen Kaffee bekomme, ohne Milch und Zucker, denn das ist eine willkommene Abwechslung zum Instant-Cappucino. Da ich zur Zeit am Ausziehen bin, steht eine Padmaschine auch ganz oben auf meiner Wunschliste. Für diese ist schon ein Plätzchen in meiner zukünftigen Küche reserviert.

19. Juli 2009

Sommerball im Europapark

Nach vielen Jahren war ich endlich einmal wieder im Europapark. Aber nicht, um die neue Achterbahn zu fahren, sondern vielmehr, um zum Abschluss der Tanzsaison ein wenig das Tanzbein zu schwingen.

Die Veranstaltung fand im Dome statt. Ein Geniales Rahmenprogramm, dass diesmal genau die richtige Länge hatte, bestand aus einer Salsaformation, verschiedenen Vorführungen zur Geschichte des Tanzes und den Discofox Weltmeistern.

Besonders begeistert hat mich die Vorführung zum Paso Doble und Samba, der Tänzer hat hier so ausdrucksstark getanzt, dass er fast seiner Tanzpartnerin die Show gestohlen hätte.

Die Discofox Weltmeister, die zu einer Version von Kung-Fu-Fighting Discofox getanzt haben (mit der ein oder anderen Schlägerei im Matrixstyle dazwischen, unterstützt von den typischen Filmkampf *drrisch* *drrrisch* sounds), boten auch eine bemerkenswerte Show.

Ganz besonders hervorheben möchte ich noch die Life-Band unter der Leitung von Simon Holliday. Es war die beste Life-Band, die ich bisher bei einer Tanzveranstaltung erleben durfte. Musikalisch einsame Spitze, die Musikauswahl absolut gelungen, und die Energie, mit der die Musiker auf der Bühne Musik machten, konnte man einfach im ganzen Saal spüren. Einfach genial.

Der Salsafloor war komplett tot, sodass dort irgendwann auch Rumba, Chacha und Samba gespielt wurden. Ich vermute, das Salsaschiff in Breisach hat dann doch alle Salsatänzer abgezogen.

Nun sitze ich erschöpft zu Hause, meine Beine tragen mich nicht mehr. Aber ich freue mich schon jetzt auf die nächste Saison und den Ball im Konzerthaus.

18. Juli 2009

My Life

Zur Zeit poste ich wieder etwas zu viel. Das liegt aber daran, dass es mir einfach wahnsinnig Spass macht, und ich auch selbst später gerne lese, was ich so gepostet hab. Diese Blogsache ist immer noch recht neu für mich und ich muss noch ein wenig üben.

Den Salsa-F-Kurs hat gestern wieder Romano gemacht, was gut war, bei Aanyo wäre mir wahrscheinlich der Schädel geplatzt. Ich war nicht mehr so konzentriert, haben mittags noch Möbel gekauft und aufgebaut, und es hat saumäßig geregnet.

Auch einen Dusche habe ich jetzt endlich, wenn auch noch keinen Spiegel im Bad. Die Lampen hab ich größtenteils gekauft, sitzen kann man bei mir auch. Es kann sich also nur noch um Wochen handeln, bis meine Wohnung absolut bewohnbar ist.

Bei dem schlechten Wetter bin ich nun froh, dass ich mich gegen Salsaschiff auf dem Rhein, und für den Sommerball im Europapark entschieden habe. Wird bestimmt ein Spaß heute abend.

16. Juli 2009

TSOML – Kapitel 2: Versehentliche Offenbarung

Der nächste Kontakt war schon zwei Tage später. Sie rief mich aus dem Skiurlaub an. Sie klang sehr traurig und verletzt, ich wusste kaum, wie ich reagieren sollte. Auch wenn es für sie eine schwierige Situation war, so hatte sie doch die Fäden in der Hand, und ich verstand nicht, wieso sie davon so mitgenommen wurde.

Sie teilte mir mit, dass sie noch am Abend unseres Gesprächs alles mit ihrem Freund besprochen hatte. Meine Gefühle für sie, ihre Gefühle für mich. Der Grund für ihren Anruf: Ihr Freund hatte ‚versehentlich‘ die ganze Geschichte einem gemeinsamen Freund erzählt, auf eine Einladung zum Geburtstag hin.

Das berührte mich nun gar nicht. Schließlich war sie es, die wollte, dass niemand davon erfuhr. Wenn ich schon den Mut aufbrachte, es ihr zu sagen, so dachte ich, könne es ruhig die ganze Welt wissen, egal wofür sie sich entschied.

Ich erzählte ihr davon, dass ihr Freund mich bereits angeschrieben hatte. Ich hatte im kompletten Dialog mit ihm ein sehr schlechtes Gewissen, und konnte nicht wirklich darauf eingehen, was er schrieb. Kurz entschuldigte er sich dafür, dass er sich verplappert hatte.

Der restliche Chat drehte sich hauptsächlich um die Vorwürfe, die er ihr machte. Er hätte ihr gesagt, dass das mit dem Tanzkurs keine gute Idee ist. Zukünftige Tanzkurse und Tanzabende würden nicht mehr in Frage kommen.

Es war nicht der Hauch von Unsicherheit bezüglich ihrer Beziehung bei ihm zu spüren. Ich fragte mich, ob ich den falschen Eindruck aus meinem kurzen Gespräch mit ihr bekommen hatte, oder ob er den falschen Eindruck hatte. Ich hielt ihn für  jemanden, der sich gerne überschätzt. Vielleicht auch in dieser Sache? Oder wusste er etwas, was ich nicht wusste?

Sie bat mich außerdem, unseren nächsten Tanzkurs abzusagen, da sie die Semesterferien an ihrem Elternwohnort verbringen wollte. Ich verstand sie. Sie versprach, dass wir den nächsten Kurs zusammen machen. Das erste von unzähligen Versprechen. Sie bat mich erneut um Zeit.

Am Wochenende darauf bekam ich eine SMS. Sie wollte mich treffen, ein Spaziergang. Ich wusste nicht was das bedeuten sollte. Sie wollte, dass ich zu ihr raus fahre, was ein ganzes Stück war. Konnte sie mich dahin bestellen, um mir eine negative Antwort zu geben? Oder bestand Hoffnung?

Zu diesem Zeitpunkt ging ich ganz naiv davon aus, dass Gespräche produktiv sind, und den einen oder anderen Ausgang haben. Ich war wohl zu lange in keiner Beziehung, und hatte vergessen, dass es auch durchaus möglich ist, die im Raum stehende Frage in einem ausführlichen Gespräch nicht zu beantworten, dass die Antwort einfach ‚ich weiß es nicht‘ lauten könnte.

Jedenfalls sagte ich zu, wollte ich doch nicht die Chance verpassen, sie wiederzusehen. Auch wenn ich mir nicht sicher war, ob das in der gegebenen Situation eine gute Idee war, schließlich war sie immer noch in einer Beziehung, und jetzt wo die Katze aus dem Sack war, war alles anders geworden.

Ein Tag vor besagtem Treffen, und nach einigen Tagen des Grübelns, was sie mir wohl zu sagen hatte, las ich zufällig im Internet ihre Zusage zu besagtem Geburtstag, der am Ende der Woche statt finden solle. Die Zusage als Paar, sie lies keinen Zweifel daran, dass die Beziehung weiterbestehen würde.

So wollte sie mir also doch die schlechte Nachricht überbringen. Nach den Tagen des unsicheren Grübelns entschied ich, dass ich diese Nachricht nicht persönlich hören wollte. Ich hätte es nicht ertragen. Also schrieb ich ihr, dass ich ihre Entscheidung bereits kannte, und ich sie nicht treffen wollte.

Ich schrieb ihr Lebewohl, wir würden uns nicht wiedersehen, das erste von vielen malen. Doch es sollte nicht dabei bleiben.