Mein Wasser im Waschbecken floß nicht mehr richtig ab. Nur mit Mühe, irgendwo gab es Verstopfung. Der Tipp von meinem Vater (man kann immer noch von der Erfahrung der älteren Generation profitieren, nicht NUR von google):
Den Siphon mit Hilfe einer Rohrzange (die Ähnlichkeit obiger Zange mit Darthvader kann kein Zufall sein, man bemerke alleine die dunkle Aura im oberen Teil) entfernen, und die Macht der dunklen Seite des Abflusses kennenlernen.
Ich also heiter meinen Mülleimer zu einem Auffangeimer umfunktioniert, die Zange gemäß Anweisung eingestellt und angesetzt, und die dunkle Seite der Macht angezapft: “I sense something, a presence i’ve not felt since…”
“Impressive, most impressive” höre ich Darth Vader sagen, als der erwartete Klumpen von Haaren und nicht identifizierten Substanzen (angeblich Körperfett, dem Geruch und Aussehen nach jedoch Zahnpasta) zum Vorschein kommt.
Nicht bedacht: Mit was reinige ich das Rohr zwischen Abfluss und Siphon? Dann die Idee: einfach einen Stift mißhandeln.
Alles erledigt, nach so vielen Jahren des Lichts befinde ich mich nun auf der dunklen Seite der Macht. “When I left you I was but the learner. Now I am the master.”
Meine Gigabytes suchen ein neues Zuhause. An ihrem alten Wohnort wohnt es sich so langsam wie in Japan, nur dass die Wohnmöglichkeiten nicht mehrstöckig sind. Die Frage ist nur, wohin umziehen? Sie machen sich auf die Wohnungssuche.
Eine mögliche Wohnungskategorie sind interne Festplatten. Am billigsten vom Preis/GB, am platzsparendsten natürlich auch, und von der Geschwindigkeit her am besten. 70 EUR bieten schon Platz für 1000 GB. Doch Fragen tun sich auf. Unterstützt das Board SATA II? Was, wenn der nächste Computer ein Notebook ist, und die Platte dann nicht mehr weiterverwendet werden kann?
Vielleicht wollen die GigaBytes doch auch gerne etwas abgelegen wohnen. Die Möglichkeit dafür bieten externe Festplatten. Davon gibt es mittlerweile zwei Kategorien.
Die 2,5″ Festplatten, die für Notebooks sind, kommen in einem kleinen Gehäuse daher. Platzsparend, dekorativ, kein externes Netzteil. Da lässt sichs wohnen. Natürlich wesentlich langsamer, da die Gigabytes nur über eine Landstraße den Computer erreichen, statt über die schöne interne Datenautobahn. Preislich gut doppelt so teuer.
Die 3,5″ Festplatten, in einem größeren Gehäuse mit Netzteil, dafür schneller. Preislich nur leicht über den internen, das was das Gehäuse mehr kostet. Aber wohin mit dem Teil? Immerhin transportabel.
Die Frage ist also: Wollen die GigaBytes verreisen, oder nur den ganzen Tag zu Hause sitzen? Man wird sehen.
Masterdecoy • 10:21 • Computer • Kommentare sind deaktiviert
Ich habe mich ein wenig erkältet. Wie immer durchläuft meine Erkältung verschiedene Phasen, ich habe verschiedene Ideen darüber, was ich tun und/oder lassen sollte, aber ich weiß nicht so recht, was ich eigentlich habe, und es gibt auch keine konkreten Anleitung, wie ich damit umgehen sollte.
Das Internet hat es geschafft, für beinahe jeden möglichen Vorgang Beschreibungen, Guides und Informationen bereitzustellen. Nur kann ich nichts finden. Zumindest nichts, was meinen Vorstellungen gerecht wird. Meine Taschentücherbox sieht nicht ganz so aus, wie diese im ironischen Design (oder motivierendem Design?).
Die Symtpome: Samstag blendend fit aufgewacht. Gegen Nachmittag Halsschmerzen bekommen. Sonntag mit mehr Halsschmerzen aufgewacht, dazu kam gegen Nachmittag eine leichte Schniefnase, sowie ein schwacher Hustenreiz. Montag augewacht, weniger Halsschmerzen, gleicher Hustenreiz, mehr Schniefnase.
Es müsste also zumindest eine Symptombeschreibung geben, was nach was kommt, damit man weiß, wo man in der Erkältung steht. Statt dessen finde ich Hausmittel.
Während ich mich mit “warm anziehen”, “nicht überanstrengen”, “genügend schlafen und essen” noch sehr gut anfreunden kann, hört es bei mir auf, wenn ich “Braunen Kandiszucker, Zwiebelstücke und frische oder getrocknete Brombeerblätter miteinander etwas kochen” soll, das Ganze dann “ein bißchen ziehen lassen, danach durchsieben und heiss trinken.” Wo ist da bitte der Zusammenhang, und falls es ihn gibt, warum wird er nicht aufgeführt?
Ich habe mich bei PC Problemen schon daran gewöhnt, dass ich mythischen Wegen folgen muss, die keinen direkt ersichtlichen Zusammenhang zum Problem haben, doch weiß ich meistens, was genau ich tue, und kann zumindest kryptische Informationen darüber den Dialogfeldern entnehmen.
Wenn mir also jemand sagen kann, warum ich Zwiebeln neben das Bett stellen soll, ein 20minütiges Armbad (Hallo?) nehmen, oder irgendwas mit Vaseline und Kleinkindern veranstalten soll, dann her mit den Zusammenhängen. Ansonsten werde ich es bei Essen, Schlafen und Abwarten belassen.
“Die besten Ärzte der Welt sind Dr. Essen, Dr. Ruhe und Dr. Fröhlich.” - Jonathan Swift
Auf der Suche nach einem anderen Buch, dass ich vor einiger Zeit mal im Buchladen gesehen habe, bin ich über ein neueres Buch gestolpert mit dem Titel “Dinge geregelt kriegen”.
Nun gibt es im Regal mit den populärpsychologischen Werken mittlerweile ein ganzes Regalfach voller Titel zum Thema “Getting Things Done” und Prokrastination. Das haut mich normalerweise nicht sonderlich von den Socken. Schließlich meint jeder, der seine Sachen regelt, er hat DIE Methode gefunden, und könnte sie einfach jedem Bedürftigen per Buch reinprügeln.
Doch dieses Buch war anders. Der Untertitel verriet es: “… ohne einen Funken Selbstdisziplin”. Ohne Selbstdisziplin also. Das war interessant. Ich schlug das Buch auf, überflog es, und las an zwei bis drei Stellen quer.
Direkt stieß ich auf die einleitende Schöpfungsgeschichte, die euch das Video viel schöner nacherzählt, als ich es könnte:
Mittlerweile habe ich das Buch gelesen, und der erste Eindruck wurde bestätigt. Endlich habe ich wieder einmal ein Buch gefunden, das nicht versucht, durch Selbstdisziplin – in dem Buch ein eindeutig negativ belegter Begriff – oder Ähnliches den Leuten Pläne und Vorgehensweisen aufzudrängen, die aufgrund des eigentlichen Problems von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind.
Wenn ihr also zu den Leuten gehört, die lästige Arbeiten gerne ein wenig vor sich herschieben, oder ihr etwas unordentlich seid, oder ihr solche Leute kennt, dann könnte euch dieses Buch gefallen, weil…
…ihr lest, wie man damit umgeht, ohne ein Problem damit zu haben oder es zu ändern.
…ihr lest, dass es andere noch viel schlimmer getroffen hat als euch.
…ihr lernt, auch wenn ihr nicht betroffen seid, wie man mit Betroffenen besser zurecht kommt.
Das wichtigste für die Zuspätkommer unter uns ist natürlich die “Chindogu Clock for Procrastinators”. Nach Chindogu, der japanischen Kunst, beinahe nutzlose Dinge zu erfinden, geht diese Uhr zwischen 0 und 15 Minuten vor, was sich aber ständig ändert.
So hat sie gegenüber einer selbst vorgestellten Uhr den Vorteil, dass man nicht weiß, ob und wie weit sie vorgeht, und daher eventuell etwas pünktlicher ist. Als Webapplikation, für PC oder Mac gibts hier die Downloadlinks der Uhr.
Zum Abschluss noch die Definition von “Effizienter Zeitverschwendung” aus einer Online-Enzyklopädie, zitiert nach dem vorliegenden Buch: “Wenn eine bestimmte Zeitspanne als verschwendet gelten soll, darf sich keinerlei persönlicher, spiritueller, sozialer oder materieller Nutzen daraus ergeben.” Na dann sucht mal was!
Der goldene Herbst. Ich bin ja ein Fan dieser Jahreszeit. Wenn es noch nicht zu kalt ist. Wenn es hin und wieder regnerisch ist, es aber auch diese Tage gibt, an denen der Regen die Luft herrlich klar gemacht hat.
Spaziergänge im bunten Laub in dicker Jacke. Dann drinnen heiße Getränke. Den Blick aus dem Fenster genießen.
Dazu geht das Chorleben in die heiße Phase. Probewochenenden, Mitgliederversammlungen, Konzertvorbereitungen und Konzerte.
Tanzen ist auch wieder etwas angenehmer, wenn man nicht schon völlig überhitzt und verschwitzt dort ankommt (obwohl das Fahrradfahren da eher abträglich ist). Neben den Kursen gibt es auch wieder den schönen Konzerthausball, der glücklicherweise genau an dem Wochenende stattfindet, an dem ich zumindest Freitags kann. Mal sehen, wann der Kurs gehen will.
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Albert Camus, das die kommende Jahreszeit doch sehr treffend beschreibt:
“Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.”