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Pipe Dream Reality - cause only fiction has to make sense


27. November 2009

Die Katzenmetapher

Um eine Entscheidung im Leben zu treffen, brauche ich Informationen. Habe ich alle nötigen und gewollten Informationen, fällt mir die Entscheidung meist nicht so schwer.

Doch immer öfters im Leben befand ich mich in einer Situation, in der ich eben nicht alle nötigen Informationen bekommen konnte, oder nur mit größerem Aufwand, und in der ich die Entscheidung dann mit Teilinformationen treffen musste.

Eine Metapher, die ich für mich gefunden habe, stammt aus meinem eigenen Leben. Ich nenne sie “Die Katzenmetapher”.

Zu Hause bei meinen Eltern hatten wir eine Katze. Sie war recht dunkel, und liebte es, abends und auch nachts draussen herumzustreunen (mal im Ernst, wer liebt das nicht?). Wollte sie wieder in die Wohnung, postierte sie sich schweigen vor der Balkontür, bis jemand sie hereinließ.

Nun war es aber so, dass, bedingt durch ihren Lebenswandel, sie oft hereinwollte, wenn es schon dunkel war. Da ich natürlich die Katze nicht gerne draussen stehen lassen wollte – schliesslich sollte sie es auch auf Wunsch schön warm haben – standen ich nun vor dem Problem, dass ich erkennen musste, ob die Katze draussen ist, um sie hereinzulassen.

Es gab, wie so oft, zwei Fälle. Im ersten Falle war die Katze da. Das erkannte ich an zwei leuchtenden Augen, die direkt an der Scheibe postiert waren. Auch bei schwachem Licht in der Küche und keinem Licht draussen reflektierten diese Augen wie zwei Scheinwerfer das Licht. Egal wie dunkel es war, ich bekam in diesem Fall alle nötigen Informationen, um die Tür zu öffnen und die Katze hereinzulassen, über meine Sinnesorgane.

Da war aber noch der zweite, weitaus schwierigere Fall. War die Katze nämlich nicht da, so ließ ein Blick nach Draussen in die Dunkelheit nichts erkennen. Schliesslich war es ja dunkel. Da es aber sehr dunkel war, konnte ich ja nicht sicher wissen, ob die Katze nicht vielleicht doch da war.

Im Winter die Tür öffnen, die Kälte hereinlassen, um nach draussen zu spähen, oder draussen das Licht einzuschalten, wollte ich natürlich nicht. Ich wollte aber auch nicht, dass die Katze alleine draussen in der Kälte ihr Dasein fristen muss.

Was also tun? Die Informationen von Draussen reichten mir einfach nicht, um die Entscheidung zu treffen, ob die Katze jetzt tatsächlich nicht da ist. Meine Sinne lieferten mir in diesem Fall keine ausreichenden Informationen.

Irgendwann stellte ich dann fest, dass es ja nur diese zwei Fälle gibt, und die sich gegenseitig ausschließen. Wenn ich also über meine Sinne nicht sicher sagen kann, ob die Katze draussen sitzt oder nicht, dann weiß ich, mittels einer logischen Schlußfolgerung, dass sie nicht draussen sein kann. Denn dann wäre das ja der andere Fall, und ich könnte sie eindeutig sehen.

Das ist jetzt keine Entscheidung, die alleine aufgrund der vorliegenden Informationen getroffen wird, sondern aufgrund der vergangenen Erfahrungen mit den Möglichkeiten.

Wenn ich nun also vor der Kuchentheke stehe, und einfach nicht sicher bin, ob ich ein Stück Kuchen will, oder nicht, dann überlege ich: Es gibt nur die zwei Möglichkeiten, entweder ich will ein Stück Kuchen oder nicht. Wenn ich ein Stück Kuchen in der Vergangenheit wollte, dann wusste ich das. Das Wasser läuft mir im Mund zusammen, ich verspüre aktiv Lust auf den Kuchen. Habe ich dieses Gefühl nicht, sondern bin unsicher, ob ich Kuchen will, schließe ich daraus nach dem gleichen Prinzip, dass ich keinen will.

Während das Kuchenbeispiel primitiv ist, ist das auch auf wichtigere Dinge übertragbar. Wenn ich aus den vorliegenden Informationen nicht sagen kann, für was ich mich entscheiden soll, überlege ich, welche Möglichkeiten es gibt, und ob ich welche davon ausschließen kann, weil sie eindeutig sind. Oft bleibt nicht viel übrig, und die diffusen Gefühle sind genaugenommen eindeutiger, als ich denke.

26. November 2009

Belletristik

Diese Gattung von Büchern, in den letzten drei bis vier Jahrhunderten entstanden und entwickelt, dem Inhalt nach Unterhaltungsliteratur, verliert so langsam mein Interesse.

Nachdem ich mir für die internetlose Phase direkt nach meinem Umzug Harry Potter Teil fünf bis sieben ausgeliehen hatte, musste ich nun feststellen, dass ich fünf Monate gebraucht habe, um selbige zu lesen.

Da stellt sich nun die Frage, warum? Sicherlich waren die Bücher für mich sehr unterhaltsam, und trotz englischer Sprache bis auf einzelne Worte sehr gut verständlich. Auch konnte ich sie mir unterwegs in der Straßenbahn zu Gemüte führen.

Eben dieser Umstand bewirkt dann aber auch, dass ich mir das Lesevergnügen teilweise in zu kleine Happen einteilte, hier mal 5 Minuten, dort mal 10 Minuten. Sowas würde ich den Nachfolgern diese Freizeitbeschäftigung, nämlich Filmen oder Serien, doch nie antun, so ich nicht von Werbung dazu gezwungen werde.

Ich glaube, dass Innovationen wie Kindle oder Ebooks für den Belletristikbereich keine Zukunft haben. Serien und Filme, die diese Tage in Mengen und auch in guter Qualität produziert werden, lösen Romane einfach ab.

So hoffe ich einfach in Zukunft auf mehr spannende Geschichten wie “Heroes”, und mehr kurzweilige Unterhaltung wie “The Big Bang Theory”. Zum lesen in der Straßenbahn gibt es noch genügend interessante Sachbücher.

25. November 2009

Hähnchen-Lauch-Pfanne Stroganoff

Ja, ich esse immer noch! Und ja, ich koche immer noch! Und man sieht, ich verschmähe auch keinen Lauch, wenn er ausreichend lange gekocht ist, und nicht ohne Fleisch auftritt.

Das erste mal, dass ich Alufolie über eine Pfanne gelegt habe, aus Gründen, die vermutlich nur dem Rezepteschreiber bekannt sind. Eventuell dient das der Wärmeerhaltung. Das würde zumindest erklären, warum die beim runternehmen so verdammt heiß war.

Stroganoff

Ansonsten sieht das jetzt nicht so gesund aus, wie das, was ich sonst esse, aber verdammt schnell zubereitet, und etwas kalorienhaltiger (Olivenöl, Butter UND Sahne). Da muss ich wenigstens nicht zwei Stunden später nochmal essen.

Zuletzt stelle ich noch die Kochweinfrage: Kaufe ich besseren genießbaren Wein, und trinke den Rest, oder kaufe ich den schäbigsten, weil mans eh nicht merkt, und hebe den Rest ebenfalls zum Kochen auf?

Wohl bekommt’s!

2. November 2009

Und so sehen wir betroffen…

…Vorhang zu, und alle Fragen offen!

Gardinen 004

Meine neuen Gardinen: Nach einem handwerklichen Beitrag meines Vaters mit den Vorhangstangen, die aus irgendeinem Grund Fenster von 80 bis 120 cm unterstützen, während ich 126 cm und 65 cm Fenster habe, hängen nun meine Gardinen.

Die Sicht nach Draussen ist getrübt, dennoch wirkt die Wohnung wohnlicher. Jetzt muss ich mich wirklich langsam um ein Bild für die Wand kümmern.