22. April 2010
Der Blick aus meinem Fenster, den ich schon einmal im Herbst gepostet hatte, ist schon richtig frühlingshaft.

Dennoch hat mich noch nicht die Frühlingseuphorie gepackt, die laut Wikipedia heutzutage ohnehin den Naturvölkern vorbehalten zu sein scheint. Eher von Frühjahrsmüdigkeit würde ich sprechen. Doch bestimmt wird die sich bald verabschieden, und das gute Wetter mich zu Aktivität nach draußen locken. Dieses Jahr habe sogar ich etwas Winterspeck angelegt, den ich bald an der frischen Luft in Energie umsetzen werde.
Beim Blutspenden meinte die gute Frau, die Temperatur, Puls/Blutdruch und Eisengehalt mißt, die Spender hätten dank Frühling im Schnitt schon eine höhere Körpertemperatur. Auch meine Zimmertemperatur ist schon etwas höher, und wird mich bald nach draußen treiben. Vorerst schließe ich jedoch mit “Der Frühling” von Heinz Erhardt.
Wie wundervoll ist die Natur!
Man sieht so viele Blüten,
auch sieht man Schafe auf der Flur
und Schäfer, die sie hüten.
Ein leises Lied erklingt im Tal:
der müde Wandrer singt es.
Ein süßer Duft ist überall,
nur hier im Zimmer stinkt es.
2. November 2009
…Vorhang zu, und alle Fragen offen!

Meine neuen Gardinen: Nach einem handwerklichen Beitrag meines Vaters mit den Vorhangstangen, die aus irgendeinem Grund Fenster von 80 bis 120 cm unterstützen, während ich 126 cm und 65 cm Fenster habe, hängen nun meine Gardinen.
Die Sicht nach Draussen ist getrübt, dennoch wirkt die Wohnung wohnlicher. Jetzt muss ich mich wirklich langsam um ein Bild für die Wand kümmern.
31. Oktober 2009
A long time ago in a syphon far,
far away….

Mein Wasser im Waschbecken floß nicht mehr richtig ab. Nur mit Mühe, irgendwo gab es Verstopfung. Der Tipp von meinem Vater (man kann immer noch von der Erfahrung der älteren Generation profitieren, nicht NUR von google):
Den Siphon mit Hilfe einer Rohrzange (die Ähnlichkeit obiger Zange mit Darthvader kann kein Zufall sein, man bemerke alleine die dunkle Aura im oberen Teil) entfernen, und die Macht der dunklen Seite des Abflusses kennenlernen.
Ich also heiter meinen Mülleimer zu einem Auffangeimer umfunktioniert, die Zange gemäß Anweisung eingestellt und angesetzt, und die dunkle Seite der Macht angezapft: “I sense something, a presence i’ve not felt since…”
“Impressive, most impressive” höre ich Darth Vader sagen, als der erwartete Klumpen von Haaren und nicht identifizierten Substanzen (angeblich Körperfett, dem Geruch und Aussehen nach jedoch Zahnpasta) zum Vorschein kommt.
Nicht bedacht: Mit was reinige ich das Rohr zwischen Abfluss und Siphon? Dann die Idee: einfach einen Stift mißhandeln.
Alles erledigt, nach so vielen Jahren des Lichts befinde ich mich nun auf der dunklen Seite der Macht. “When I left you I was but the learner. Now I am the master.”
30. Oktober 2009
… habe ich jetzt eine Obstschale. Ein Bisschen spacig, zugegeben, aber passt in die Wohnung. Und zum Obst. Und das ist ja schliesslich die Hauptsache.

In diesem Sinne: Energie!
9. September 2009
Heute möchte ich kurz das erste Semptemberdrittel überblicken. Es ist quasi das Blogparadox, denn wenn man viel erlebt, was sich zu schreiben lohnen würde, kommt man ja nicht dazu.
Endlich habe ich meinen Müll angemeldet. Nach etlichen Telefonaten und Einholen von Informationen im Internet habe ich letzten Endes herausgefunden, dass ich gar nichts hätte tun müssen, und daraufhin alles storniert, was ich gemacht hab. Jetzt läuft’s. Hoffentlich.
Mein Waschbeckenstöpsel geht auch endlich. Ein Wunder der Technik, so ein Verbindungsstück für zwei Metallstangen. Viele Tage damit gekämpft, verschieden angebracht, verschiedene Schrauben, verschiedenes Werkzeug. Aber es geht.
Wäsche auch gewaschen. Schonwaschgang bis 40° geht so schnell, dass man für 2 EUR zweimal Waschen kann, was im Prinzip für meine komplette Wäsche reicht. Trocker war nicht so toll, nach 80 Minuten immer noch feucht, da wirds am Ständer schneller trocken. Werde ich denke ich darauf verzichten in Zukunft.
Zu meinem Lieblingshobby Tanzen: Tango Argentino ist einfach genial. Bei meinem allerersten Workshop damals hatte ich wohl zu wenig Tanzerfahrung, aber aktuell, und bei den guten Lehreren, wird das allmählich mein absoluter Lieblingstanz. Weniger sportlich, als zum Beispiel Salsa, aber viel intensiver. Die Tanzpartnerin, nicht als Werkzeug, zum durch die Gegend schleudern, sondern als Teil von mir selbst, eins mit meinen Bewegungen.
Rueda ist ebenfalls genial. Salsa als Tanz für Gruppen, paarweise im Kreis, mit Partnerwechseln und angesagten Figuren. Alle tanzen das Gleiche. Ich weiß nicht genau, woher es kommt, dass das einfach nicht langweilig wird. Aber die Vielfalt der Figuren und das ständige wechseln der Partner spielen bestimmt eine Rolle.
Mein Ernährungsplan leidet im Moment ein wenig, aus verschiedenen Gründen. Aber man verhungert ja auch nicht sofort. Ich denke, wenn es wieder kalt ist, werde ich wieder mit dem Trainieren anfangen. Bis dahin sollte sich meine Ernährung in geregelte Bahnen gelenkt haben. Immerhin weiß ich mittlerweile, wo man Ricotta, Kichererbsen, und andere offenbar seltene Köstlichkeiten bekommt. Nur eine Cashewkern (ungesalzen und ungeröstet!) Quelle in der Nähe muss noch gefunden werden.
20. August 2009
Auch im Zeitalter der kabellosen Kommunikation sieht die nähere Umgebung der TAE-Dose für gewöhnlich ungefähr so aus:

Wenn dann noch keine Steckdose für Strom in der Nähe ist, hat man halt komplett verloren, da Telefone und Router nunmal auch versorgt werden wollen. Der Kabelsalat ist nicht aufzuhalten. Oder doch?

In meiner urlaubsbedingten Abwesenheit haben mein Vater und mein Bruder ganze Arbeit geleistet: Kein Kabelsalat, nichts hängt im Weg und stört beim Putzen. Alles perfekt versorgt, perfekt angeschlossen. Vielen Dank für diese Installation, da bleiben sogar für meinen Perfektionismus keine Wünsche offen.
31. Juli 2009
Gähnende Leere gibt es an einer Wand zu erspähen. Einer Wand meiner Wohnung. Irgendwas muss dahin. Ein Poster? Ein Bild? Es soll aber etwas aussagen, es soll zu mir passen. Es soll zu meiner Wohnung passen. Es soll auch zu meiner Wand passen. Fällt euch was ein? Inspirationen gibt es unter anderem auch hier: http://www.allposters.de/.
23. Juli 2009
Nachdem ich ja letztens davon berichtete, dass ich den Techniker wegschicken musste, weil ich keinen Kellerschlüssel hatte, habe ich nun nach wenigen Tagen des Versuchens meine Vermieterin erreicht. Diese erklärte mir kurzerhand: Den Schlüssel habe ich hier (sie wohnt etwas entfernt von meiner Wohnung), schrauben Sie einfach das Schloss ab.
Hmm, hätte ich das mal gleich gemacht, dachte ich. Aber so habe ich jetzt die Erlaubnis, und einen neuen Schaltungstermin. Verloren sind also nur zwei Wochen.
Wieder ein Irrtum. Heute finde ich eine Rechnung von 1&1 in meinem Briefkasten: “Jedoch hat der Techniker Sie weder zum vereinbarten Termin am 16.07. angetroffen, noch wurde der Termin rechtzeitig abgesagt.” Öh ja, ich war aber da und hab mit ihm gesprochen, oder habe ich das nur geträumt?
“Wie bereits angekündigt, stellen wir Ihnen daher den erfolglosen Technikerbesuch mit 59,95 EUR in Rechnung”. Öh ok. Weder hat mir irgendwer gesagt, dass die Kellerzugang brauchen, noch wurde mir irgendeine Rechnung angekündigt.
Also direkt mal bei der Hotline angerufen. Leider ist schlechtes Wetter draussen, das heißt, die ersten 14 ct gehen für “Es liegen Synchronisationsstörungen auf Grund des Unwetters vor. DLS Modem bitte für 2-3 Minuten ausstecken”. Dann meine Kundennummer, Produkt DSL, Fragen zur Schaltung, sonstige Fragen, 2 Minuten durch die Maschine navigiert.
Die Frau am anderen Ende sagt mir dann, dass das für gewöhnlich das Vorgehen ist. Ich erwidere, dass ich nicht informiert worden bin, dass Kellerzugang benötigt wird. Sie stellt fest, dass tatsächlich nur eine SMS mit dem Termin rausging, und bitte mich, das ganze schriftlich oder per Email einzureichen, da über einen Anruf da nichts zu machen sei.
Das hab ich jetzt auch gemacht, mal sehen ob es was bringt. Auch wenn man natürlich unterstellen kann, dass ich daran nicht ganz unschuldig bin, finde ich die Informations- und Auftragsabwicklungspolitik von 1&1 nicht mehr sehr berauschend. Mal sehen, wie das noch weitergeht.

Masterdecoy •

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16. Juli 2009
Heute der beliebte Tag: Seien sie von 8-16 Uhr zu Hause, der Techniker kommt. Ja, was der Techniker bereits weiß, ich aber nicht: Für die Anschlussschaltung wird ein Kellerschlüssel benötigt, den ich nicht habe. Woher er das weiß? Er schaltet öfters hier Anschlüsse.
Leider geht die Kommunikationsreihe Ich –> 1&1 –> Telekom –> Subunternehmer –> Techniker nur in eine Richtung. So warte ich 3 Stunden, nur um mir erklären zu lassen, dass ich zwei Möglichkeiten hätte, von denen die Mieter in der Vergangenheit etwa 50 zu 50 Gebrauch machten:
Entweder ich besorge einen Schlüssel, wo auch immer, und mache einen neuen Termin, oder aber ich selbst demontiere per Schraubenzieher das Schloß an der Kellertür. Das kam für mich natürlich nicht in Frage. Also heißt es jetzt, einen Schlüssel besorgen, und dann über 1&1 wieder einen neuen Termin machen.
Hier sabotiert die Telekom etwas die Zweitanbieter, dennoch muss gesagt werden: Mit der Telekom wär das wohl so nicht passiert. Wer sich also für einen solchen entscheidet, muss wohl darauf gefasst sein.
15. Juli 2009
Zur Zeit verbringe ich einen Großteil meiner Zeit damit, Harry Potter zu lesen. Das liegt nicht etwa daran, dass ich plötzlich einem Wahn verfallen wäre, sondern vielmehr, dass ich die meiste Zeit in der neuen, aber noch recht leeren Wohnung damit verbringe, auf Handwerker, Paketboten oder Ähnliches zu warten.
Morgen ist wieder so ein Tag: ‘Der Techniker kommt zwischen 8 und 16 Uhr. Seien Sie bitte zu Hause.’ Das Problem daran ist ja, dass man nicht weiß, wann er kommt, bis er tatsächlich da ist. Ich kann nicht mal guten Gewissens einkaufen gehen. Bleibt nur zu hoffen, dass er möglichst frühzeitig kommt, sonst werd ich Band 5 wohl bald durchgelesen haben.

Masterdecoy •

21:05 •
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